michiel dijkema
 

azione teatrale von Christoph Willibald Gluck
Nationale Reisopera Enschede
Premiere: 23. November 2005

Musikalische Leitung: Jeremy Carnall
Regie / Bühnenbild: Michiel Dijkema
Kostüme: Irma van Loon
Licht: Richard ten Hof

Orfeo: Regula Boeninger
Euridice: Hanneke de Wit
Amore: Miriam Ryen

Koor van de Nationale Reisopera
Orkest van het Oosten








Foto's (c) Marco Borggreve

 
     
 
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in de pers:

Reisopera überrumpelt mit „Orfeo“ von Gluck
In visueller Hinsicht oft überraschend. [...] Ein wahres Spektakel wurde die jahrhundertealte Geschichte dank der einfallsreichen Regie von Michiel Dijkema. Ohne Bühnenbild, nur geholfen von einfachen Requisiten und ein paar alten Zaubertricks, gelang es ihm, einen springlebendigen Theaterabend zu machen.
Ohne dass die Regie von der Geschichte abgelenkt hat, gab es immer wieder überraschende Bilder zu sehen. Das Publikum war hell begeistert und es ist zu hoffen, dass diese Produktion in Zukunft wiederaufgenommen wird.

Frans Heijdemann
Twentsche Courant Tubantia
25. 11. 05

Dijkema scheint Gluck zu verstehen
Wäre dies der Grund für den jungen niederländischen Opernregisseur Michiel Dijkema, um seine Inszenierung von Orfeo nicht nur in einer Kirche zu situieren, sondern die ganze Oper außerdem zu präsentieren als ein Beerdigungsritual? Wie dem auch sei, die Kombination von klassischer Tragik, katholischen Ritualen und theatralischem Einfallsreichtum funktionierte hervorragend.
Ausgangspunkt bildete die Hochzeit von Orfeo mit Euridice. Die Braut starb und wurde mit viel Weihrauch begraben, wozu Dijkema den erhöhten langen Mittelgang der Kirche mit einem Trauerzug füllte, welcher sich wiederholt vom und zum Altar bewog. Während Orfeos Reise in die Unterwelt, wenn er Euridice zurückholen will, erfolgt ein ingeniöses Spiel von Erscheinen und Verschwinden in und aus einem Sarg. Die Furien der Unterwelt entpuppen sich als feuerspuckende Monster, die in den Chorumgängen die Kirche voller Flammen werfen. [...] Anzumerken wär vielleicht, dass Dijkema als Regisseur zu viele Ideen hat. Die Entscheidung für eine Kirche und eine Beerdigung waren als Interpretation schon mehr als ausreichend. Seine vielen anderen Scherze und Einfälle schwächen dieses Konzept nur ab. Dennoch hat Dijkema gezeigt, dass er stark konzeptuell denken kann, gut mit Chor und Solisten umgehen kann und so eine berauschende Vorstellung realisieren kann. Jetzt ist das Warten auf mehr.

Willem Bruls
Theatermaker
Februarnummer 2006

Unterwelt – Oberwelt
Die Nationale Reisopera und das Orkest van het Oosten brachten eine neue Produktion von Glucks Orfeo. Es war eine großartige Vorstellung. Das Orchester was in exzellenter Form und spielte wunderschön. Auch die Inszenierung war sehr gut. Schon nur die erste Szene, der Auftritt des Chores. Fellini, hätte er es sehen können, hätte an sich gezweifelt. Eine Sammlung makabere Menschen, alle in schwarz gekleidet und dennoch extrem vielfältig. […] Am Ende der Vorstellung wurde der Schlusschor vom Publikum aus voller Brust mitgesungen. Mit Recht wurde lange applaudiert. Stürmisch sogar.

www.overijssel.nl
30. November 2005
Jan Kristen